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Social Software
Unter Social Software werden (Web-basierte) Anwendungssysteme verstanden, die auf Basis neuer Entwicklungen im Bereich der Internettechnologien und unter Ausnutzung von Netzwerk- und Skaleneffekten, indirekte und direkte zwischenmenschliche Interaktion (Koexistenz, Kommunikation, Koordination, Kooperation) auf breiter Basis ermöglichen und die Beziehungen ihrer Nutzer im World Wide Web abbilden und unterstützen (Richter & Koch 2007). Beispiele sind Weblogs, Wikis, Social Tagging (-Anwendungen) und Social Networking Services.Definition/Unterteilung
Coates (2005) beschreibt Social Software als "Software that supports, extends, or derives added value from human social behaviour". Das breite Spektrum von Anwendungen Sozialer Software lässt sich auf verschiedene Weise strukturieren. Schmidt (2006, S. 5) führt zur Strukturierung beispielsweise drei Basis-Funktionen des Einsatzes von Social Software an:- Informationsmanagement: Ermöglichung des Findens, Bewertens und Verwaltens von (online verfügbarer) Information.
- Identitätsmanagement: Ermöglichung der Darstellung von Aspekten seiner selbst im Internet.
- Beziehungsmanagement: Ermöglichung Kontakte abzubilden, zu pflegen und neu zu knüpfen.
- Informationsmanagement: Ermöglichung des Findens, Bewertens und Verwaltens von (online verfügbarer) Information.
- Identitäts- und Netzwerkmanagement: Ermöglichung der Darstellung von Aspekten seiner selbst im Internet, sowie der Verwaltung von sozialen Netzwerken
- Kommunikation: Direkte und indirekte Kommunikation mit Partnern im Netzwerk
- Unified Communication
- synchron
- asynchron
- Web 2.0 Anwendungen
- Social Networking Services
- Blogs
- Wikis
- Objektzentrierte Social Software (z.B. Flickr, CiteULike? , YouTube? , ...)
Weitere Information
Charakteristika
Man kann Social Software anhand der Möglichkeiten charakterisieren, welche die Anwendungen bereitstellen. Andrew McAfee fasst diese Charakteristika beispielsweise im Wort SLATES (search, links, authoring, tags, extensions, signals) zusammen (McAfee 2006). Nachfolgend finden Sie unsere Interpretation der Charakteristika von Social Software, die sehr gut zu den SLATES-Charakteristika von McAfee passt (in Klammern sind jeweils die passenden SLATES-Charakteristika angegeben):- So einfach wie möglich selbst Beiträge veröffentlichen oder Inhalte editieren können ("authoring")
- Durch Tagging einfach strukturierende Metadaten beitragen können ("tags")
- Durch Annotations- und Verlinkungsmöglichkeiten einfach zusätzliche Inhalte und Me-tadaten bereitstellen können ("authoring", "links")
- Durch Abonnierunsmöglichkeiten einfach auf neue Inhalte aufmerksam gemacht werden können ("signals")
- Beigetragene Inhalte einfach auffindbar machen ("search", "tags")
- Modularer, dienstorientierter und datenzentrierter Aufbau der Anwendungen ("extensions")
Social Software und Management
es gibt wenige Chief Knowledge Officer's, die sich im Schulterschluss von IT- und Business Managern damit befassen, den Wertbeitrag von Social Software im Unternehmen zu verstehen und ihn durch entsprechende Managementmassnahmen auch zu erwirtschaften. Untersuchungen und Projekte zur Steigerung der Produktivität von Wissensarbeit werden überwiegend als „nice to have“, aber nicht als geschäftsnotwendig betrachtet. Als Erklärung dafür mag man eine Analyse von Donald Marchand heranziehen, der am IMD Professor für Strategie und Information Management ist. Er schrieb schon 2004 unter dem Titel „Reaping the business value of IT“: Focus on usage, not just deployment, to optimize payback.“ (IMD, Perspectives for Managers, No 114/2004), und diese Lücke in der Managementpraxis ist nach wie vor aktuell: „Realizing IT-Value: A Shared Responsibility between Senior Managers and the CIO“ ist der Titel der IMD Perspectives for Managers, No. 147/2007). Der Wertbeitrag von IT wird nicht durch den erfolgreichen Roll-out der technischen Applikation erwirtschaftet, auf die sich die traditionelle Managementpraxis überwiegend fokussiert, sondern wird davon bestimmt, wie es IT- und Geschäftsverantwortlichen gemeinsam gelingt, die tatsächliche Nutzung von Information, Wissen und IT im Sinne der Geschäftsziele zu gestalten. Diese Aussage trifft auf Social Software noch mehr zu als auf Geschäftssoftware. (http://www.goldwynreports.com/ausgaben/februar08/web20_tauglich.php)
Return on Investment
Social Software wird immer vorgeworfen, dass man damit viel Zeit verschwenden kann - aber nicht nachweisen kann, dass wirklicher Mehrwert / Nutzen geschaffen wird. "The problem from an ROI perspective is that the evidence can become very anecdotal." (http://www.headshift.com/blog/2008/10/why-bother-with-social-softwar.php) Eine interessante Anektode findet sich hier:Einführung von Social Software
Um 2.0-Tools in Teams, Abteilungen und in Unternehmen zu verbreiten, braucht es mehrere Entwicklungsstufen (http://www.goldwynreports.com/ausgaben/februar08/web20_tauglich.php):- Aufklärung: Nur was man kennt, kann Anwendungsinteresse wecken
- Können: die höhere Kunst in der Anwendungskompetenz ist gefordert
- Motivation: Wollen und Dürfen die Mitarbeiter überhaupt?
- 1. Overcoming Cultural Barriers
- 2. Managing Personal and Professional Time
- 3. Ensuring Privacy
- 4. Governing Participant Behaviors
- 5. Delivering Business Value